Cannabis Harz: Was du über Nutzung und Wirkung wissen solltest

Cannabis Harz: Was du über Nutzung und Wirkung wissen solltest

Geschrieben von: Pia Franziska Kraus

|

|

Lesezeit 12 min

Cannabis Harz: Was du über Nutzung und Wirkung wissen solltest

Haschisch, Charas, Cannabisharz – das Naturprodukt, das aus der Cannabispflanze gewonnen wird, hat viele Namen. Doch was ist Cannabisharz überhaupt, wie verwendet man es und ist es in Deutschland legal? Alles Wissenswerte rund um Cannabisharz erfährst du in diesem Artikel.

Die wichtigsten Fakten im Überblick

Cannabisharz wird auch „Haschisch“ genannt und ist ein natürliches Produkt, das aus der Cannabispflanze gewonnen wird.

Cannabisharz enthält verschiedene Cannabinoide – unter anderem THC und CBD.

Für Cannabisharz gelten die gleichen Regeln und Regulationen wie für Cannabisblüten.

Am besten fährst du mit medizinischem Cannabisharz, da du Transparenz über die Inhaltsstoffe und Wirkungsweise erhältst.

medizinisches-cannabis-bei-schlafstoerung

Was ist Cannabis Harz?

„Haschisch“ – diesen Begriff hast du vielleicht schon einmal gehört. Doch wenn du mit den Begrifflichkeiten rund um den Cannabiskonsum nicht vertraut bist, wird dir das nur wenig sagen. Tatsächlich handelt es sich bei Haschisch um Cannabisharz.


Das harzige, klebrige Material wird von der Cannabispflanze produziert. Genau genommen, befindet es sich auf den Cannabis-Trichomen. Die Pflanze nutzt Trichome vorwiegend zur Selbstverteidigung – sie schützt sich damit vor Schädlingen und Erregern. Außerdem ist das Cannabis-Harz sehr nützlich, wenn es um den Schutz vor anderen äußeren Einflüssen wie widrigem Wetter geht. 

Es gilt daher: Gestresste Cannabispflanzen produzieren am meisten Harz!

Unterschied zwischen Cannabisharz, CBD-Harz und medizinischem Harz

Cannabisharz ist nicht gleich Cannabisharz. Tatsächlich gibt es verschiedene Varianten von „Haschisch“. Genau genommen unterscheidet man 3 Begriffe:


  • Cannabisharz
  • CBD-Harz
  • Medizinisches Harz

Cannabisharz wird aus den Trichomen – also den Harzdrüsen – der Cannabispflanze gewonnen. Damit weist es einen hohen THC-Gehalt auf und wirkt psychoaktiv. Meist wird dieses Harz zu Freizeitzwecken als Haschisch konsumiert, da es eine berauschende Wirkung hat.


CBD-Harz wird ebenfalls aus den Blüten der Cannabispflanze gewonnen. Man setzt dabei allerdings auf THC-arme und CBD-reiche Sorten. Der THC-Gehalt dieser Art von Cannabisharz liegt bei unter 0,3 %. Dafür ist – wie der Name bereits andeutet – mehr CBD enthalten. Es wirkt daher nicht berauschend, sondern wird zu therapeutischen Zwecken eingesetzt. Es soll entzündungshemmend, schmerzlindernd und beruhigend wirken.


Bei medizinischem Harz handelt es sich um Harzpräparate, die kontrolliert für medizinische Zwecke eingesetzt werden. Hier können sowohl THC als auch CBD enthalten sein. Dabei kommt es ganz auf das Therapieziel und die vorliegenden Beschwerden an. Medizinisches Harz wird ausschließlich über Apotheken verkauft und weist eine besonders hohe Reinheit auf. Es wird streng kontrolliert, damit Patienten die beste Qualität erhalten.

THC- und CBD-Gehalt im Harz sachlich erklärt

Der Gehalt von THC und CBD in Cannabisharz variiert auf natürliche Weise. Das liegt daran, dass die Cannabinoide in unterschiedlichen Konzentrationen in den verschiedenen Cannabissorten enthalten sind. So gibt es Sorten, die sehr THC-lastig sind, und andere, die mehr CBD enthalten. Außerdem gibt es Hybride, bei denen der THC- und CBD-Gehalt sehr ausgewogen ist.


Wie sich die Cannabinoide im Cannabisharz zusammensetzen, hat einen großen Einfluss darauf, welche Wirkung das Harz erzielt. Sowohl THC als auch CBD kommen in der Medizin zum Einsatz und erfüllen unterschiedliche Zwecke.


Bei medizinischem Cannabisharz ist der Gehalt an Cannabinoiden immer exakt angegeben. Da es im Labor überprüft wird, kann genau festgemacht werden, wie viel THC und wie viel CBD enthalten sind. So lässt sich deine Cannabistherapie mit Cannabisharz ideal auf deinen Bedarf anpassen.

Historische und moderne Nutzung von Cannabisharz

Cannabisharz wird schon viele Jahre benutzt. Tatsächlich geht man davon aus, dass die Nutzung bis 2.000 v. Chr. zurückgeht. Gerade in alten Kulturen in Indien, China und im Nahen Osten war Cannabisharz stark verbreitet. Damals wurde es zur Schmerzlinderung, zur Entspannung, aber auch in religiösen Ritualen verwendet. Bis ins Mittelalter setzte man das Harz bei diversen Krankheiten ein.


Da es mehr und mehr zu einer Freizeitdroge wurde, war es lange sehr verpönt. Inzwischen gehört Cannabisharz zu den alternativen Heilmethoden und wird vielfältig verwendet. Cannabis wird heute immer häufiger als ergänzende Therapie eingesetzt, um die Schulmedizin zu unterstützen.

Herstellung und Gewinnung von Cannabis Harz

Wenn man sich eine Cannabispflanze genauer ansieht, erkennt man das Harz in der Regel deutlich. Doch wie gewinnt man dieses Naturprodukt, um das Cannabisharz anschließend nutzen zu können? Tatsächlich gibt es mehrere Methoden – die einen sind eher traditionell und veraltet, die anderen sind modern und effizient.

Harzgewinnung aus Cannabis-Pflanzen

Die wohl älteste Methode der Harzgewinnung ist das Reiben per Hand. Dazu nimmst du die Blüten einfach in die Hand und reibst sie vorsichtig, damit sich das Harz von den Trichomen löst. Für den Eigengebrauch mag dieses Vorgehen noch in Ordnung sein, doch für die Herstellung größerer Mengen ist sie viel zu zeitaufwendig.


Eine traditionelle Möglichkeit der Harzgewinnung ist die Trockensiebmethode. Dabei werden getrocknete Blüten über einem feinen Sieb geschüttelt, damit sich die Trichome voneinander trennen.


Beide Verfahren kommen heute nur noch vereinzelt zum Einsatz. Es gibt inzwischen viel modernere Methoden. Es kommen chemische Lösungsmittel – zum Beispiel CO2 – zum Einsatz, um effektiv und schnell Cannabisharz zu gewinnen.

Qualitätsmerkmale von CBD- und medizinischem Harz

Die Qualitätskontrolle ist bei der Harzgewinnung essenziell. Hersteller sollten darauf achten, dass die Trichome hochwertig sind. Ausschlaggebend sind folgende 3 Merkmale:


  1. Reinheit: Medizinisches Cannabisharz ist frei von Zusatzstoffen oder Streckmitteln.
  2. Geschmack: Ein starkes Aroma deutet darauf hin, dass das Harz reich an Terpenen ist.
  3. Konsistenz: Eine angenehme Textur zeigt an, dass es sich um ein hochwertiges Produkt handelt.

Da Cannabisharz aus der Apotheke strengen Kontrollen unterliegt, kannst du dir hier sicher sein, ein reines und hochwertiges Produkt zu erhalten.

Arten und Nutzung von Cannabis Harz

Es gibt unterschiedliche Harzarten, die sich in verschiedene Kategorien unterteilen lassen:


  • Traditionelle Sorten: Marokkanisches, Libanesisches, Nepalesisches und Afghanisches Cannabisharz
  • Moderne Konzentrate: Wax bzw. Crumble, CBD-Harz und Live Resin

Bei der Herstellung setzt man auf besonders harzreiche Cannabissorten wie Purple Punch, Gorilla Glue oder Lemon Shining Silver Haze.


Doch wie verwendet man Cannabisharz überhaupt? Die medizinische Anwendung erstreckt sich über Öle und Extrakte bis hin zum Verdampfen. Zu Freizeitzwecken wird Cannabisharz auch geraucht, was jedoch weniger zu empfehlen ist, da es als sehr ungesund gilt. Edibles sind ebenfalls beliebt, doch es handelt sich dabei nicht um eine legale Konsumform!

Cannabis-Harz legal kaufen und Preise

Cannabis ist in Deutschland teilweise legalisiert, wird aber noch streng reguliert. Gerade dann, wenn THC enthalten ist, gibt es bestimmte Regelungen zu den Cannabis-Produkten. Doch wie sieht die Rechtslage in Deutschland aus?


2024 wurde nicht nur der Besitz und Konsum von Cannabisblüten, sondern auch Haschisch für den Eigenbedarf legalisiert. Das bedeutet, dass die gleichen Regelungen für Blüten und Harz gelten. Das macht die Einordnung wesentlich einfacher.


Erwachsene dürfen bis zu 25 Gramm Cannabis (einschließlich Cannabisharz) mit sich führen und zu Hause 50 Gramm besitzen. Die Abgabe an Dritte ist verboten und der öffentliche Cannabiskonsum unterliegt klaren Regeln. 

Wichtig: Um stets auf dem aktuellen Stand zu sein, solltest du dich immer mit den News zur Cannabis-Legalisierung beschäftigen. Es kann immer wieder zu Änderungen kommen.

Legale Möglichkeiten für CBD-Harz

Was nicht unter diese Regelungen fällt, ist CBD-Harz. Sobald das Cannabisharz weniger als 0,3 % THC enthält, ist es nicht mehr so stark reguliert. Der Besitz, Transport und Konsum sind legal. CBD ist nicht berauschend, weshalb die Regeln hier wesentlich lockerer sind.


Auch der Verkauf ist um einiges einfacher: Während du THC-haltiges Cannabisharz nur in Apotheken erhältst, kannst du CBD-Harz auch bei anderen Anbietern erwerben. Wichtig ist nur, dass keine Missbrauchsmöglichkeiten für Rauschzwecke bestehen.


Doch auch wenn du CBD-Harz legal bei verschiedenen Anbietern kaufen kannst, solltest du dir eine seriöse Anlaufstelle suchen. Auch bei CBD spielt die Qualität eine Rolle. Laboranalysen und Herkunftsnachweise sind ein Muss für den sicheren Konsum.

Übrigens: Cannabisharz kannst du auch selbst ernten. In Deutschland ist es erlaubt, bis zu 3 weibliche Cannabispflanzen anzubauen. So kannst du dein eigenes Harz gewinnen – mit oder ohne THC und vollkommen legal.

Cannabisharz kaufen: Preisübersicht und Einflussfaktoren

Verschiedene Faktoren beeinflussen die Preise von Cannabisharz:


  • Qualität
  • Sorte
  • Potenz
  • Verwendete Extraktionsmethode

Bei Cannabis-Produkten solltest du nie am falschen Ende sparen. Generell solltest du nur hochwertiges Cannabisharz benutzen, da alles andere deine Gesundheit schädigen könnte. In der Apotheke erhältst du ohnehin nur Top-Qualität. Illegales Haschisch von der Straße hingegen weist in der Regel eine minderwertige Qualität auf.


Außerdem spielt es eine Rolle, wie hoch der THC-Gehalt ist, sprich: wie potent das Harz ist. Je mehr THC enthalten ist, desto teurer ist Cannabisharz in der Regel. Zudem fließt in den Preis mit ein, wie das Harz gewonnen wurde. Es gibt verschiedene Extraktionsmethoden, die mehr oder weniger aufwendig sind. Je nach Sorte können ebenfalls andere Preise abgerufen werden.


Medizinisches Cannabisharz kostet in Deutschland 2025 klassischerweise zwischen 3,50 Euro und 16 Euro pro Gramm. Durchschnittlich bezahlst du 8 bis 9 Euro pro Gramm, doch du solltest eher auf die Wirkung und nicht nur auf die Kosten achten.


Wenn du Cannabisharz aus medizinischen Gründen konsumierst und ein entsprechendes ärztliches Rezept hast, kannst du auch einen Antrag bei deiner Krankenkasse zur Kostenübernahme einreichen. Womöglich übernimmt dein Versicherer die Kosten deiner Cannabistherapie mit Harz.

Tipps für legalen und sicheren Kauf

Um auf der sicheren Seite zu sein und einen legalen Kauf zu tätigen, hast du nur zwei Optionen:


  • CBD-Harz von seriösen Anbietern
  • Cannabisharz vom Cannabis Social Club
  • Medizinisches Cannabisharz aus der Apotheke

Sobald THC enthalten ist, ist Cannabisharz von anderen Anbietern als Apotheken nicht mehr legal. Nur Cannabis Social Clubs (CSC) sind eine weitere Anlaufstelle. Sie sind dazu befugt, registrierten Mitgliedern eine kleine Menge für den Eigenbedarf auszuhändigen. Ein gewerblicher Handel ist jedoch streng untersagt.

Cannabis-Harz richtig lagern und lösen

Wenn du Cannabisharz aus der Apotheke kaufst, erhältst du entweder lose Krümel oder einen fest komprimierten Block. Unerfahrene Nutzer wissen zunächst gar nicht, wie sie das Produkt handhaben sollen. Und auch die Lagerung stellt viele vor Fragen – schließlich soll das Harz nicht schlecht werden oder seine Inhaltsstoffe verlieren.

Cannabisharz lösen und aufbewahren

Wenn du dein Cannabisharz für den Konsum vorbereiten möchtest, musst du es zunächst „lösen“. Am besten geht das mit einem Wasserbad. Achte darauf, dass es nur 40 bis 50 °C aufweist und nicht heißer ist. Andernfalls läufst du Gefahr, dass sich die Inhaltsstoffe verflüchtigen.


Wenn du eine Cannabisblüte hast, an deren Trichomen viel Harz hängt, kannst du dein Cannabisharz auch einfach selber herstellen. Lege die Blüte zwischen zwei Lagen Butterbrotpapier und erwärme es. Dadurch geben die Trichome das Harz frei, es fließt auf das Papier und du kannst es vorsichtig abkratzen.

Harz von Händen und Oberflächen entfernen

Hast du schon einmal von Fingerhasch gehört? Wenn du mit frischen Cannabisblüten hantierst, kommt es schon einmal vor, dass du die klebrige Masse an die Finger bekommst. Reibe deine Finger einfach aneinander und du erhältst schnell und einfach Haschisch.


Neben Fingerhasch gibt es auch Scherenhasch. Wenn du häufig mit deinen Cannabispflanzen arbeitest und sie zuschneidest, wird sich automatisch etwas Harz an deinen Utensilien sammeln. Wische es nicht ab, sondern warte eine Weile. Nach einer Zeit hat sich eine kleine Menge gesammelt und du kannst das Haschisch einfach abkratzen und verwenden.


Doch was, wenn Cannabisharz an Oberflächen klebt, an denen es nichts zu suchen hat? Dann helfen Öl oder 70-prozentiger Alkohol. Wenn du das Harz an die Kleidung bekommen hast, wäschst du es einfach mit heißem Wasser und Seife aus.

Lagerung, Haltbarkeit und Qualitätskontrolle

Ganz gleich, ob du Cannabisharz kaufst oder selbst herstellst – die richtige Lagerung ist essenziell. Bei zu hoher Feuchtigkeit kann das Haschisch schimmeln und bei Temperaturschwankungen können sich die enthaltenen Terpene verflüchtigen. Wie sieht die korrekte Lagerung für eine maximale Haltbarkeit aus?


  • 15-21 °C
  • 55-65 % Luftfeuchtigkeit
  • Luftdichtes Behältnis aus Glas

Ideal ist ein dunkler Schrank, der von Hitzequellen entfernt ist. Außerdem solltest du dein Cannabisharz auf kleine Portionen aufteilen, um Oxidation zu vermeiden. Auf diese Weise hält das Haschisch rund 1-2 Jahre, wobei es nach rund 6-9 Monaten sein kann, dass sich das enthaltene THC langsam abbaut.

Wirkung und Stärke von Cannabis Harz

Die Wirkung und Intensität von Cannabisharz hängt stark davon ab, welche Inhaltsstoffe in welcher Konzentration enthalten sind. Bei medizinischem Cannabisharz genießt du einen großen Vorteil: Du weißt genau, was enthalten ist und was für deine individuellen Beschwerden am besten passt. So kann der maximale Therapieerfolg erzielt werden. Doch wie wirken CBD und THC in Cannabisharz überhaupt?

THC- und CBD-Effekte erklärt

Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD) gehören zu den wichtigsten Cannabinoiden der Cannabispflanze. Sie wirken ganz unterschiedlich und können sich auch gegenseitig beeinflussen.


Es gibt viele Unterschiede zwischen CBD und THC, doch am auffälligsten ist wohl, dass THC psychoaktiv wirkt, CBD jedoch nicht. Ihnen werden jedoch noch andere Eigenschaften zugeschrieben.


Cannabinoid

CBD

THC

Wirkung

  • Beruhigend
  • Angstmindernd
  • Stresslösend
  • Entzündungshemmend
  • Schmerzlindernd
  • Ausgleichend
  • Euphorisierend
  • Aktivierend
  • Kreativitätsfördernd
  • Motivierend
  • Appetitsteigernd
  • Schmerzlindernd
  • Übelkeitshemmend
  • Muskelentspannend
  • Schlaffördernd

Da mit THC potenzielle Risiken einhergehen, ist es ideal, beide Cannabinoide zu kombinieren. CBD ist in der Lage, mögliche negative Effekte von THC abzumildern, sodass ein sicherer und angenehmerer Konsum möglich wird.


Es gibt verschiedene Anwendungsformen von medizinischem THC:


  • Cannabisblüten zum Verdampfen
  • THC-Spray
  • THC-Öl
  • THC-Tropfen
  • THC-Salben
  • THC-Kapseln oder -Tabletten

Hier kommt es ganz darauf an, womit du dich persönlich am wohlsten fühlst. Cannabisblüten sind wenig diskret und etwas aufwendiger zu konsumieren als Fertigpräparate oder Tropfen. Gerade dann, wenn du das medizinische Cannabis am Arbeitsplatz einnehmen willst, ist eine maximal diskrete Option gefragt.

Medizinische Einsatzgebiete

Die Wirkstoffe der Cannabispflanze kommen auch in der Medizin zum Einsatz. Da es vielfältige Effekte gibt, die auf die Cannabinoide zurückzuführen sind, sind die Anwendungsgebiete vielfältig. Cannabisharz wird ebenso wie Cannabisblüten bei verschiedenen Erkrankungen und Beschwerden empfohlen:


  • Chronische Schmerzen
  • Spastiken bei Multipler Sklerose
  • Krämpfe oder Epilepsie
  • Übelkeit, Erbrechen und Appetitlosigkeit (oft aufgrund einer AIDS- oder Krebserkrankung)
  • Lähmungen (wegen der Muskelentspannung)
  • Chronische Entzündungen
  • ADHS

Generell kommt eine Cannabistherapie dann infrage, wenn herkömmliche Therapien nicht ausreichen oder zu starke Nebenwirkungen auslösen. Ärzte dürfen seit 2017 Cannabis-Produkte wie Harz verschreiben, wenn eine entsprechende Indikation vorliegt. Tipps, wie du ein Cannabis-Rezept bekommst, haben wir in einem separaten Artikel zusammengefasst.

Hinweise zu sicheren Dosierungen und Anwendung

Cannabisharz kann auf unterschiedliche Weise konsumiert werden. Gängig sind folgende Methoden:


  • Verdampfen oder rauchen
  • Verarbeitung in Edibles
  • Äußerliche Anwendung auf die Haut
  • Verwendung von Haschischöl

Dabei solltest du sehr vorsichtig sein, denn viele der gängigen Methoden sind nicht sicher oder nicht legal. Vom Rauchen von Cannabisharz solltest du grundsätzlich absehen. Dabei entstehen giftige Stoffe durch den Verbrennungsprozess, was deinen Körper krank macht. Edibles sind ebenfalls nicht zu empfehlen, da die Herstellung in Deutschland nicht legal ist.


Beim Verdampfen erzielst du eine hohe Konzentration an Cannabinoiden. Die Wirkung fällt entsprechend stark aus. Außerdem wirkt inhaliertes Haschisch besonders schnell, da die Wirkstoffe über deine Lunge direkt in den Blutkreislauf gelangen.


Medizinisches Haschischöl wird entweder oral oder sublingual eingenommen oder wird äußerlich auf betroffene Stellen aufgetragen. Zwar ist der Wirkeintritt dadurch etwas verzögert, doch der Effekt hält länger an.


Wie bei allen anderen Cannabisprodukten gilt: Du solltest mit einer geringen Dosierung beginnen und dich langsam herantasten, um erst einmal zu beobachten, wie dein Körper auf die Wirkstoffe reagiert. Idealerweise passt du die Dosierung gemeinsam mit deinem Arzt an.

Fazit

Cannabisharz wird aus der Cannabispflanze gewonnen und stellt damit ein Naturprodukt dar. Es enthält Cannabinoide und ist in verschiedenen Varianten erhältlich. Je nach Sorte variieren THC- und CBD-Gehalt, weshalb manche Harze frei verkäuflich sind und manche nicht. Wie auch bei anderen Cannabisprodukten ist ein verantwortungsbewusster Gebrauch von Cannabis-Harz essenziell.

FAQ – Häufige Fragen zu Cannabis Harz

Wie löst man Cannabisharz?

Cannabisharz löst sich mit Wärme. Du kannst beispielsweise Buds zwischen deinen Fingern reiben oder in einem Wasserbad mit maximal 50 °C erwärmen, um das Harz zu gewinnen.

Wie wird Cannabis Harz genutzt?

Cannabisharz lässt sich wie getrocknete Blüten verdampfen oder rauchen sowie in Edibles verarbeiten. Es gibt auch medizinische Extrakte, die Cannabisharz enthalten.

Wo kann man Cannabis Harz legal kaufen?

Die beste Anlaufstelle für hochwertiges, legales Cannabisharz ist die Apotheke. Doch auch Cannabis Social Clubs geben an ihre Mitglieder Haschisch heraus. 

Was kostet Cannabis Harz?

Die Preise von Cannabis Harz variieren von 3,50 Euro und 16 Euro pro Gramm.