So bekämpfst du deinen Cannabis-Kater
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Die meisten, die schon einmal Alkohol konsumiert haben, kennen den Kater am nächsten Tag. Doch wie sieht es mit anderen Substanzen aus – beispielsweise mit Cannabis? Dieser Artikel zeigt dir, wie ein Cannabis-Kater entsteht und was du dagegen tun kannst.
Nach dem Konsum von Cannabis kannst du einen Kater haben.
Dieser äußert sich durch Müdigkeit, Kopfschmerzen, Brain Fog, Gereiztheit und andere Symptome.
Am besten konsumierst du Cannabis verantwortungsvoll, um einem Kater vorzubeugen.
Durch Maßnahmen wie eine kalte Dusche und ausreichend Wasser bekommst du einen Cannabis-Kater in der Regel schnell in den Griff.
Weed-Kater, Kiff-Kater, Gras-Kater – das unangenehme Gefühl am nächsten Morgen hat viele Namen. „Kiffer“ bzw. Cannabis-Konsumenten bezeichnen damit den Kater, der mit unangenehmen Nebenwirkungen am Tag nach dem Cannabiskonsum einhergeht.
Ein Kater bzw. Hangover ist der Zustand nach dem Konsum, der auftritt, wenn das Hochgefühl nachlässt. Bei Cannabis kann der Kater entweder direkt nach Abklingen des Highs oder am nächsten Morgen auftreten. Kopfschmerzen, Übelkeit und sogenannter Brainfog – also Gedankennebel – sind charakteristisch.
Folgende weitere Symptome treten bei einem Cannabis-Kater auf:
Viele denken, dass man vom Cannabis-Konsum keinen Kater bekommen kann. Generell ist das Phänomen in der Cannabis-Community stark umstritten. Allerdings ist der Hangover Realität! Durch eine Studie im Jahr 1985 konnten Forscher ermitteln, dass so etwas wie ein Cannabis-Kater tatsächlich existiert. Deshalb ist ein verantwortungsvoller Umgang mit Cannabis so wichtig. Es gibt Methoden und Vorgehensweisen, wie du einen Cannabis-Kater vermeiden kannst.
Übrigens: Oftmals sind die Effekte von Cannabis so stark und halten so lange an, dass die Nachwirkungen als Kater wahrgenommen werden. Wer sich „down“ nach dem Cannabiskonsum fühlt, erlebt mit hoher Wahrscheinlichkeit gerade einen Kater.
Bevor es um Maßnahmen geht, die du gegen einen Cannabis-Kater ergreifen kannst, solltest du die Entstehung eines Hangovers durch den Cannabis-Konsum kennen. Was ist Kiffen und wie kommt es dadurch zu einem Kater? Tatsächlich hat die Forschung in diesem Bereich noch eine Menge Arbeit vor sich. Allerdings gibt es schon ein paar Studien und Nutzererfahrungen, die bei der Einschätzung helfen.
So wurde zum Beispiel herausgefunden, dass der Cannabis-Kater je nach Konsumform oder Cannabisqualität variieren kann. Auch deine eigene körperliche Verfassung soll eine Rolle spielen. Es ist zudem vor allem das Cannabinoid Tetrahydrocannabinol (THC), das für den Cannabis-Kater verantwortlich ist.
Cannabis kann auf unterschiedliche Art und Weise konsumiert werden. Doch wie beeinflusst die Konsumform den Cannabis-Kater?
Besonders hoch ist das Kater-Risiko, wenn du Cannabis mit anderen Substanzen kombinierst. Gerade der gemeinsame Konsum von Cannabis und Alkohol gilt nicht nur als sehr risikoreich für einen Kater, sondern soll auch eine Abhängigkeit begünstigen.
Jeder Mensch reagiert etwas unterschiedlich auf Cannabis. Es kann sein, dass du THC nicht gut verträgst – dann ist ein Cannabis-Kater sehr wahrscheinlich. Jedoch gibt es noch weitere individuelle Faktoren, die einen Graskater begünstigen können:
Somit ist es gut möglich, dass du einen Cannabis-Kater hast und andere Personen nicht, obwohl ihr die gleiche Menge und zur gleichen Zeit konsumiert habt.
In der Regel ist es das Tetrahydrocannabinol (THC), das die Wahrscheinlichkeit vieler Cannabis-Kater-Symptome erhöht. Restmüdigkeit, Druck im Kopf, Reizbarkeit oder Brain Fog sind in der Regel auf den Konsum von THC zurückzuführen. Gerade bei empfindlichen Personen oder Menschen, die nicht häufig Cannabis konsumieren, kann THC einen Kater am nächsten Tag auslösen.
Generell gilt: Je mehr THC du konsumierst, desto mehr müssen dein Körper und dein Gehirn abbauen. Das begünstigt die Symptome eines Cannabis-Katers.
Es ist daher wichtig, auf das Verhältnis von THC und CBD zu achten. CBD (Cannabidiol) ist ein weiteres Cannabinoid. Im Gegensatz zu THC ist es allerdings nicht psychoaktiv und verursacht keine unangenehmen Effekte. Im Gegenteil: Es soll die Nebenwirkungen von THC sogar dämpfen, was indirekt auch dazu führen kann, dass die Kater-Symptome geringer ausfallen.
Es gibt viele verschiedene Cannabissorten. Um das Risiko eines Cannabis-Katers zu reduzieren, empfiehlt es sich, keine stark THC-lastigen Sorten zu konsumieren, sondern auf eine Sorte zu setzen, in der CBD und THC ausgeglichen sind. Die Sortenbezeichnungen enthalten in der Regel Begriffe wie „klar“, „funktional“ oder „nicht extrem sedierend“. Über die Wirkung verschiedener Cannabissorten haben wir übrigens bereits in einem separaten Artikel geschrieben. Es hilft beispielsweise, die Unterschiede zwischen Indica und Sativa zu kennen, um sich für eine passende Sorte zu entscheiden.
Relevant ist auch, was sonst noch in dem Gras enthalten ist, das du konsumierst. Gerade dann, wenn du illegales Cannabis vom Schwarzmarkt beziehst, ist dein Risiko eines Cannabis-Katers erhöht. Wie du gestrecktes Cannabis erkennen kannst, haben wir ebenfalls schon einmal detailliert ausgeführt. Fakt ist, dass illegales Cannabis oft Schadstoffe enthält, die dich nicht nur krank machen, sondern auch einen Kater mit sich bringen.
Eines vorweg: Die meisten Nutzer beschreiben einen Cannabis-Kater als weniger unangenehm als einen von Alkohol herbeigeführten Kater. Dennoch möchtest du deinen Hangover logischerweise so schnell wie möglich überwinden. Verschiedene Maßnahmen können dabei helfen.
Zunächst einmal gilt: viel Wasser trinken! THC trocknet dich aus, was Kater-Symptome wie Kopfschmerzen nach sich zieht. Ein Glas Wasser direkt nach dem Aufstehen kann bereits einen Unterschied machen. Wenn du dich daran hältst und den ganzen Tag über stetig hydrierst, wirst du dich schon bald besser fühlen.
Viele geben auch den Tipp, Koffein – beispielsweise in Form eines klassischen Kaffees – zu sich zu nehmen. Bevor du zur Kaffeetasse greifst, solltest du dich noch über die Wirkung von THC und Koffein in Kombination informieren. Die Effekte können durchaus positiv sein, sind allerdings noch nicht so gut erforscht.
Eine sichere Methode ist eine kalte Dusche. Sie sendet einen regelrechten Energieschub in dein Gehirn und setzt ein paar Endorphine frei, die du im Falle eines Cannabis-Katers gut gebrauchen kannst. Eine kalte Dusche weckt dich auf und lässt dich dein Unwohlsein im Nu abschütteln.
Vergiss auch nicht dein Frühstück. Es soll sättigend, aber nahrhaft sein. Verzichte jedoch auf fettige oder zuckerhaltige Speisen!
Einige Nutzer berichten davon, dass ihnen die Einnahme von CBD-Tropfen bei einem Cannabis-Kater hilft. Cannabis gegen Cannabis – das klingt paradox? Tatsächlich kann CBD die negativen Effekte von THC abmildern – auch, wenn es sich nur um die Restwirkung handelt.
Was ist besser, als einen Cannabis-Kater loszuwerden? Ganz genau – einem Cannabis-Kater vorzubeugen! Es gibt einige Dinge, die du im Vorfeld beachten kannst, damit es gar nicht erst zu den typischen Kater-Symptomen kommt.
Du siehst also: Mit einem verantwortungsvollen Gebrauch von Cannabis kannst du einem Kater vorbeugen.
Rund um Cannabis werden immer wieder Mythen erzählt. Oft sind sich (angehende) Konsumenten gar nicht sicher, was sie glauben können und was nicht. Gerade in Bezug auf einen Cannabis-Kater hört man viele Meinungen und Vermutungen. Wir räumen mit den Top 3 Mythen auf:
In diesem Mythos ist nicht gänzlich falsch. Generell erhöhen stark THC-dominante Sorten das Risiko eines Cannabis-Katers. Das liegt ganz einfach daran, dass sie ein längeres und intensiveres High erzeugen und ohnehin dazu tendieren, Nebenwirkungen zu verursachen. Durch die Effekte kann zudem dein Schlaf gestört sein und dein Nervensystem wird stärker beansprucht. All das lässt sich am nächsten Morgen als klassischer Kater wahrnehmen.
Jedoch sind auch schwächere Sorten dazu in der Lage, einen Kater auszulösen. Wenn zu viel davon konsumiert wird oder eine Person ungeübt bzw. empfindlich ist, können die Effekte genauso unangenehm wie bei stark potenten Sorten sein.
Auch in diesem Mythos rund um den Cannabis-Kater steckt ein Körnchen Wahrheit. Grundsätzlich klingt das subjektive High nach einigen Stunden ab. Je nach Konsumform hält der Rausch länger oder kürzer an.
Am nächsten Tag verspürst du eher Restmüdigkeit, leichte Kopfschmerzen, Konzentrationsprobleme oder Antriebslosigkeit. All das sind Anzeichen für einen Cannabis-Kater, werden jedoch manchmal auch mit einem andauernden „High“ verwechselt.
Natürlich kann es aber passieren, dass du am Folgetag noch immer in einem Rauschzustand bist. Das liegt dann daran, dass du viel THC konsumiert hast und eine Konsumform gewählt hast, bei der die Verstoffwechselung des Cannabinoids natürlicherweise länger dauert. Das ist unter anderem bei Cannabis-Edibles der Fall.
Ausreichend Wasser zu trinken ist auf alle Fälle wichtig, wenn du Cannabis konsumierst. Vor allem geraucht führt Cannabis zu Mund- und Augentrockenheit, leichter Dehydrierung und womöglich auch Kopfschmerzen. Wenn du nun allerdings den ganzen Abend hindurch genug Wasser trinkst, kannst du diese negativen Effekte etwas eindämmen.
Allerdings stimmt es nicht, dass Wasser allein einen Cannabis-Kater verhindern kann. Hier gehört noch wesentlich mehr dazu als nur eine Dehydrierung!
Der Cannabis-Kater ist stark umstritten, doch sowohl die Forschung als auch einige Nutzererfahrungen zeigen, dass Konsumenten nach dem Cannabis-Konsum einen Hangover haben können. Es gibt verschiedene Methoden, wie du einen Cannabis-Kater loswerden kannst, doch noch besser ist es, vorbeugende Maßnahmen zu treffen. Ein verantwortungsvoller Konsum ist das A und O.
Ja, du kannst nach dem Cannabis-Konsum einen Kater bekommen. Vor allem Müdigkeit, Brain Fog und Kopfschmerzen sind üblich.
Ein Cannabis-Kater kann zwischen 4 und 12 Stunden anhalten. In seltenen Fällen dauert er sogar 24 Stunden.
Viel Wasser, gesunde Nahrungsmittel, eine kalte Dusche und gegebenenfalls Koffein und CBD-Tropfen gelten als bewährte Mittel, um einen Cannabis-Kater zu bekämpfen.
Wenn du am nächsten Tag nicht verkatert aufwachen möchtest, solltest du Cannabis verantwortungsvoll gebrauchen. Hohe Dosen, potente Sorten, der Konsum kurz vor dem Zubettgehen und das Mischen mit anderen Substanzen wie Alkohol gelten als besonders riskant für einen Cannabis-Kater.